Arbeitsrecht aktuell - News

17.04.2015

Gericht stärkt "Homeoffice"-Arbeitern den Rücken!

Homeoffice, Telearbeit, Heimarbeit - wie auch immer man dieses Arbeitsmodell nennen will, es gibt immer mehr Befürworter.

Nicht jedem Unternehmen ist es aber recht, den Mitarbeiter nicht oder nur zeitweise im Büro zu sehen. 

Nun hat das Landgericht Düsseldorf (LAG Düsseldorf, Urteil vom 10.09.2014, 12 Sa 505/14) den Arbeitnehmern mit Homeoffice den Rücken gestärkt:

Ein langjähriger Mitarbeiter einer Bank hatte seit 14 Jahren 40 % seiner Arbeitszeit von zuhause aus gearbeteitet. An der Qualität der abgelieferten Arbeit gab es keine Beanstandung für den Arbeitgeber.

Sein Arbeitgeber teilte ihm mit, dass er ab sofort, täglich seine Arbeit vor Ort in der Filiale verrichten solle; diese liegt 90 km von seinem Wohnort entfernt. Vorangegangen - das muss man sagen - war ein Streit zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber über das Arbeitsverhältnis insgesamt.

Der Arbeitnehmer wollte dem nicht zustimmen und zog vor Gericht.

Die Richter entschieden, dass die Heimarbeit nicht einfach so einseitig durch den Arbeitnehmer gekündigt werden darf - auch, wenn der Arbeitsvertrag dazu ein "Widerrufsrecht" des Arbeitgebers vorsieht.

Es muss immer im Einzelfall geklärt werden, ob die Belange des Mitarbeiters entgegenstehen. In jedem Fall muss also eine Abwägung der jeweiligen Interessen erfolgen.

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