Arbeitsrecht aktuell - News

04.05.2015

Befristung der Arbeitsverträge - wie ist das eigentlich bei Profifußballern?

Immer wieder kommt es zu Streitigkeiten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer hinsichtlich der Beristung von Arbeitsplätzen. Diese sind nur in bestimmten Fällen und für bestimmte Zeiträume zulässig. Wir hatten hierzu bereits u.a. an dieser Stelle berichtet.

Nun hatte das Arbeitsgericht Mainz (ArbG Mainz, Urteil vom 19.03.2015, 3 Ca 1197/14) über den - befristeten - Vertrag eines Profifußballers zu entscheiden. 

Wie man dem Sportteil der Presse immer entnehmen kann, dreht sich das Besetzungskarussel im Profifußball nicht nur auf der Trainerbank sehr schnell. Auch Fußballer wechseln den Verein, ums ich weiter zu entwickeln oder auch um dem bisherigen Club Geld in die Kassen zu spielen.

Die Verträge der Fußballer sind fast ausschließlich befristet, damit sich weder Fußballer noch Club allzu lange aneinander binden müssen.

Die Mainzer Richter hatten nund zu entscheiden, ob der Kläger, ein Ex-Torwarte - der bereits 3 Jahre befristet bei einem Verein angestellt war, die Befristigung von anschließend weiteren 2 Jahren hinnehmen musste.

Nein!, so die Richter. Sie begründeten Ihr Urteil damit, dass ein Sachgrund für die Überschreitung der Höchstbefristungsdauer von zwei Jahren nicht in Betracht kommt. Die Eigenart der ARbeitsleistung als Profifußballer ist kein gültiger Befristungsgrund!

Wie das Urteil sich nun auf andere Verträge auswirkt und ob es nicht auch im Sinne der Spieler sein kann, sich nicht zu lange an einen Verein binden zu müssen, wird man nun sehen.

Der Ex-Torwart kann sich nun aber über einen unbefristeten Vertrag freuen!

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